#15 — schlaf schön

von | 14. September 2017

Diese Idee verdanke ich Marion Lang, die sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen Mut zu machen glücklich zu werden. Sie ist Coach mit Leidenschaft und strahlt selbst soviel Glück und Lebensfreude aus, dass allein der Kontakt zu ihr ansteckend wirkt. Neulich gab sie mir ein DIN-A4-Blatt mit einigen Absätzen aus einer Rede, die Charlie Chaplin am 16. April 1959 anlässlich seines 70. Geburtstages gehalten hat. Diese beginnen fast alle mit dem Satz »Als ich mich selbst zu lieben begann …«. Marion empfiehlt, jeden einzelnen Tag mit einem dieser Absätze abzuschließen. Wenn man vor dem Einschlafen, quasi als letzten Impuls, einen dieser wunderschönen Gedanken Chaplins mit in den Schlaf nimmt, schläft man besser ein und gibt dem Unterbewusstsein die Gelegenheit, die Selbstliebe im Laufe der Zeit in sich zu verankern. Ich habe es probiert, mit einem fotokopierten Blatt Papier ins Bett zu gehen, und habe gemerkt, dass ich mir dafür etwas haptisch Schönes und die Sinne Betörendes wünsche. Und voilà, hier ist mein Einschlafbuch mit Texten von Charlie Chaplin – und mit großem Dank an Marion.

Wie war’s?

Ich wollte ein Buch machen, bei dem ALLE Aspekte kompromisslos der Funktion dienen. Die da wäre, dass man das Buch im Liegen und in nicht sehr hellem Licht kurz lesen und anschließend bald einschlafen, darüber hinaus gut (durch)schlafen kann. Dass man durch das Buch mittelfristig glücklicher wird, ist ein willkommener Nebeneffekt und als Zugabe zum Buch zu verstehen 😉

  • Typografie: gut lesbare Schrift in größerem Schriftgrad und kontrastreich gesetzt, ohne ablenkendem Schnick-Schnack drum herum
  • Format, Gewicht: leicht und klein mit abegrundeten Ecken
  • Inhalt: Texte, die gute Emotionen wecken und einen zum Träumen bringen (was wäre, wenn auch ich mich zu lieben begänne …)
  • Haptik: schönes weiches Material
  • Farben: sanfte Farben, die die Seele streicheln. Diese sind übrigens alle dem Buch »128 Colors« von Katrin Trautwein entnommen. Die hier vorgeschlagenen Farben basieren auf den Farbpaletten Le Corbusiers und eignen sich sowohl für Einzelanwendungen, als auch zum Mixen untereinander. Ich liebe besonders die weißen Töne …, ach was, ich liebe sie alle.
  • Geräusch: Ich wollte unbedingt ein Buch mit Geräusch machen. Das sanfte Klappern der Karten aufeinander kann im Laufe der Zeit den Einschlafimpuls auslösen (Pawlowsche Konditionierung)
  • Geruch: Die Kartenkerne sind mit 100-prozentigem Lavendelöl behandelt. Der Duft von Lavendel wirkt einschlaffördernd.

Wie so oft danke ich auch dieses Mal Karin Keith für ihre Unterstützung beim Dummy-Bau.

Eckdaten

  • Umfang: 10 Einschlafkarten + 2 (Umschlag)
  • Format: 9,3 x 9,3 cm
  • Schriften: Barocco PLUS und Baroque Borders von Ingo Preuß. Barocco PLUS ist offiziell noch nicht veröffentlicht, ich durfte sie aber für dieses Projekt bereits einsetzen. Danke, Ingo! PreussType ist offizieller Kooperationspartner von »99 Büchern«.
  • Druck und Material: FineArt-Prints auf Tecco Rag (295 g/qm) und unbedruckte Bierdeckel (Kerne)
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