#12 — im wald

von | 24. August 2017

Ein Selbstportrait aus dem Jahr 2015 in meinem geliebten Steigerwald auf dem Schwanberg.

Seit es die Onlinedruckereien für Fotobücher und vor allem so viele standardisierte Layoutsoftware im Netz gibt, verbreitet sich die Ansicht immer mehr, Fotobücher seien bloß digitale Nachfolger der handgeklebten Fotoalben. Gefühlte 95 Prozent aller Fotobücher sind entweder quadratisch oder in einem der üblichen DIN-Formate, und das Layout ist auch fast immer gleich: Bild an Bild an Bild, keine freien Flächen und kein Text.

Wir sehen tagtäglich so viele verdammt gute Fotos, dass unser Gehirn sie alle schon gar nicht mehr aufnehmen kann. Wer heute mit seiner/ihrer Fotografie wahrgenommen werden will, muss sich schon ein bisschen mehr einfallen lassen, als sich Fotobücher von der Stange anfertigen zu lassen oder 75 Fotos auf Facebook zu posten. Ein durchdachtes, gut gemachtes Fotobuch bietet der Fotografie eine hervorragende Bühne, auf der sie ihre Wirkung um ein Vielfaches steigern kann.

Dieses Buch demonstriert, wie aus einem einzigen Foto ein außergewöhnliches Werk werden kann, das nicht nur die Aufmerksamkeit auf sich zieht, sondern auch einen bleibenden Wert schafft. Im Rahmen der »99 Bücher« werde ich immer wieder Beispiele von Fotobüchern präsentieren, die hoffentlich den Begriff »Fotobuch« etwas aus der Einerlei der Onlinedruckereien heben können.

Eckdaten

  • Format geschlossen: 10 x 33,5 cm, offen: 75 x 33,5 cm
  • Umfang: 45 Karten + Umschlag
  • Schrift: Corpid von Luc(as) de Groot (1997)
  • Druck und Material: Fineart Print auf Tecco Rag, 295 g/qm sowie schwarzes Zeichenpapier, 120 g/qm
Noch mehr »99 Bücher«:

0 Kommentare